Unsere Ziele!

Wir sind nicht generell gegen Windenergie. Allerdings sollten die Anlagen an Orten eingesetzt werden, die eine effiziente Nutzung der Windkraftanlagen ermöglichen. Ausserdem sollten die Standorte so gewählt werden, dass keine Beeinträchtigung der umliegenden Orte und vor allem deren Bewohner entsteht.

Was kommt auf uns zu?

1. Landschaftsveränderung/"Bedrängende Wirkung"

Die Windräder haben eine Nabenhöhe (Windmasthöhe) von ca. 140 m - 160 m und die Rotoren einen Durchmesser von ca. 100 m. Die Gesamthöhe des Windrades ist demnach ca. 200 m. Im Vergleich dazu sind die Fichten im Wald zwischen Autenried und Biberberg 40 m hoch - das Ulmer Münster 161,5 m. Die Windräder würden den Wald um mehr als 200 m überragen.

Dieser optische Eindruck hat eine weithin spürbare "Bedrängende Wirkung" und wird mit dem Begriff "Zerspargelung der Landschaft" beschrieben. Das typische Landschaftsbild wird dramatisch verändert. Zudem ist jedes Windrad mit roten Warnleuchten ausgestattet, die bei Nacht und Nebel etc. gut sichtbar blinken.

2. Geräuschbelastung

Bei Westwind für die Bürger in Autenried, Rieden und Oxenbronn ggf. in Ichenhausen / Geräuschbelastung bei Ostwind für die Bürger in Biberberg, Happach, Balmertshofen und ggf. auch in Bühl: Die Windräder erzeugen ein -gesetzlich erlaubtes- Rotorengeräusch von ca. 35 dB(A) im Abstand von 800 m; tagsüber darf dieser Wert auch überschritten werden und bis zu 45 dB(A) betragen. Das Geräusch entspricht einem deutlich hörbaren auf- und abschwellenden Fauchgeräusch. Die Hersteller behaupten, diese Werte würden eingehalten, müssen aber keinen Nachweis erbringen. Im Zweifel müsste dieser dann durch die Bürger erbracht werden.

Jüngsten Studien zur Schallbelastung durch Windkraftanlagen zur Folge werden Mindestabstände von 1500 m zu Wohngebieten oder auch das 10-fache der Gesamthöhe der Anlagen als Mindestabstand empfohlen. Das entspräche für Autenried 2600 m Abstand zur Wohnbebauung. Die Anlagen in Autenried wären laut momentaner Planung nur 1200 m vom Wohngebiet entfernt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt einen Mindestabstand von 2000 m.

3. Infraschall

Alle umliegenden Dörfer und Gemeinden sind von diesem Problem betroffen. Infraschall breitet sich nicht nur in Windrichtung aus, sondern unabhängig davon, kreisförmig in alle Himmelsrichtungen. Der für das menschliche Ohr nicht hörbare, langwellige Infraschall wirkt sich negativ auf das menschliche Nervensystem aus.
Die Folgen sind unter anderem:

  • Schlaflosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressionen
  • Herzrhythmusstörungen
  • weitere Störungen des Nervensystems

Diese Symptome haben einen festen Namen in der Medizin: "Windradsyndrom".
Das im Grundgesetz festgeschriebene Recht auf körperliche Unversehrtheit wird damit verletzt.

4. Lichtreflexe und Schattenschlag

Die damit verbundene Belastungen für die Bürger in Autenried: Je nach Sonnenstand entstehen Lichtreflexe und Schattenschlag, die gesetzlich auf 30 min / Tag und 35 Tage im Jahr beschränkt sind, wenn sie auf Gebäude und deren Anwohner treffen. Spaziergänger und Freizeitsportler unterliegen den Wirkungen jedoch uneingeschränkt.

5. Vogelschlag und Reduzierung der Artenvielfalt und der Wildbestände

Grundsätzlich sind alle Vogelarten wie z.B. Störche, Gänse, Sperber und Eulen sowie auch Fledermäuse bedroht, die im Bereich der geplanten Windräder fliegen. Sie kommen regelmäßig in den laufenden Rotoren zu Tode.
Insbesondere bedroht sind der in der Gemarkung Autenried lebendende -und geschützte- Rotmilan sowie die Kornweihe.
Die Rotorgeräusche werden sich durch Störung bei der Nahrungssuche und bei der Aufzucht von Nachkommen auf die weiteren Tierbestände negativ auswirken.

6. Wertverlust bei Immobilien- und Grundstücken bis zur Unverkäuflichkeit

In Autenried und Rieden, ggf. auch in Oxenbronn: Wenn Windkraftanlagen - insbesondere in der Hauptwindrichtung zu Ortschaften stehen - sinken in der direkten Folge die Haus- und Grundstückspreise. Werden Vorrangflächen zur Windkraftnutzung ausgewiesen, ist eine Entwertung der Immobilien- und Grundstückspreise die Folge.
In dem Bereich, in dem Windkraftanlagen entstehen, sinken die Haus- und Grundstückspreise bis zur Unverkäuflichkeit.

Diesen volkswirtschaftlichen Schaden - von mindestens 30 % des Verkehrswertes bis hin zum Totalverlust- spürt jeder betroffene Haus- und Grundstückseigentümer direkt.

7. Effektivität sowie Standortpolitik

Die vorgesehenen Windkraftstandorte im Verwaltungsgebiet Ichenhausen sind allesamt an der unteren Grenze (5,75 m/s) einer wirtschaftlich sinnvollen Nutzung von Windanlagen. Zum wirtschaftlichen Betrieb sind lt. Herstellerangaben der Firma ENERGON in 160 m Höhe durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von mindestens 7 m/s (Beginn der Kostenamortisation) notwendig.

Für einen ertrags- und renditebringenden Betrieb werden durchschnittlich 8,5 m/s an 340 Tagen im Jahr benötigt. Demgegenüber wurden landschaftlich und immissionstechnisch wesentlich unkritischere Solaranlagen und a.G. der Sonnenscheinstunden rentabel zu betreibende Anlagen nicht genehmigt.

8. Zusammenfassung und Empfehlung

Wenn man alle vorhergehenden Punkte zusammengefasst berücksichtigt, muss in der Konsequenz die Standortattraktivität der Verwaltungsgemeinschaft Ichenhausen für die Wirtschaft( insbsondere Freizeit- /Wellnesshotels und Gaststätten), als Arbeitgeberregion, für junge Familien und als Freizeit-, Kultur-, Ferien- und Erholungsregion sinken. Das kann und darf unter keinen Umständen vom Stadtrat Ichenhausen gewollt sein und so entschieden werden!